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Wiener Pfadfinder und Pfadfinderinnen | Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs

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Wie alles begann...
Von einer bewegenden Idee zur größten Kinder- und Jugenbewegung weltweit.

 

1907 hielt der Engländer Lord Robert Baden Powell - kurz B.P. genannt- mit einer Hand voll Jugendlichen auf der englischen Insel Brownsea das erste Lager ab. Damals war die Idee, Kindern und Jugendlichen eine aktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen, revolutionär und entsprechend erfolgreich entwickelte sich von da an die PfadfinderInnenbewegung.

Durch seine Bücher "aids to scouting" (Anleitung zum Spähen) und "scouting for boys" (Wie man Pfadfinder wird) wurde die Idee so bekannt, dass überall Patrullen entstanden. Durch diesen überwältigen Erfolg sah sich B.P. gezwungen, diese Jugend- bewegung in einer einzigen Organisation zusammen zu fassen. So war durch die Begeisterung der Buben und bald auch der Mädchen die Pfadfinderbewegung entstanden. Bald kamen die Schwestern und Cousinen und wollten Pfadfinder werden. Das war aber für die damaligen Verhältnisse undenkbar!

Als aber beim Pfadfindertreffen im September 1909 in London auch eine Gruppe "Girl Guides" erschien, erkannte B.P., dass die Mädchen in ihrer Beharr-lichkeit doch recht hatten.

Seine Schwester Agnes übernahm die Führung der Mädchen und arbeitete gemeinsam mit ihrem Bruder ein Programm aus. Als Abzeichen wurde die stilisierte Lilie für die Buben und das Kleeblatt für die Mädchenorganisation festgelegt.

Bald musste das bestehende Programm alters- gemäß angepasst werden, so entstanden bei- spielsweise 1916 die Wölflinge und 1918 die Rover sowie die entsprechenden Mädchen-altersstufen, die Wichtel und die Ranger. Manche Pfadfinder wollten sich auch auf bestimmten Gebieten spezialisieren, so wurden nach und nach Wasser-, Flieger- und Reiterpfadfinder gegründet.

1920 kamen Pfadfinder und Pfadfinderinnen aus aller Welt zum ersten großen internationalen Treffen nach London. Baden-Powell nannte dieses Treffen "Jamboree". Das bedeutet in einer Indianersprache "friedliches Treffen aller Stämme". Von diesem Jahr an wurde (mit ein paar Ausnahmen) alle vier Jahre ein solches Treffen abgehalten.

Viele weitere Informationen über die Geschichte der Pfadfinderbewegung gibt es unter The Pine Tree Web


Die Entstehungsgeschichte in Österreich.

Die Idee des Gründers blieb nicht nur in England, sondern fasste bald auch in anderen Ländern Fuß. So wundert es nicht, dass bereits 1910 die erste Pfadfindergruppe in Wiener Neustadt entsteht. Bald darauf folgen Wien, Graz, Dornbirn, aber auch 1913 bereits die ersten Pfadfinderinnen in Wien, die sich damals "Helferinnen" nannten. Aus dieser Vielzahl kristallisierten sich dann allmählich zwei große Verbände heraus: "Österreichischer Pfadfinderbund" und "Österreichische Pfadfinderkorps St. Georg".
Auch die Pfadfinderinnen schlossen sich zu einem lockeren Bund zusammen.

1938 werden alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen und deren Organisationen in Österreich nach dem Anschluss an das Deutsche Reich aufgelöst und verboten. Sofort Nach Ende des 2. Weltkrieges beginnt die Pfadfinderarbeit wieder aufzuleben. Die Vertreter der beiden vor 1938 anerkannten Bubenverbände beschließen, eine einzige Organisation zu gründen.

So kommt es im Jahre 1946 zur Gründung der "Pfadfinder Österreichs".

Die Mädchen schlossen sich vier Jahre später, also 1950 zum "Österreichischen Pfadfinderinnen- verband St. Georg" zusammen.

In den darauffolgenden Jahrzehnten nimmt die Arbeit dieser beiden Verbände einen großen Aufschwung. In vielen Orten beginnen Pfadfinderinnen und Pfadfinder eng zusammen zu arbeiten. Es entstehen gemein- same Gruppen, viele Landesverbände folgen nach, auf der Bundesebene wird erfolgreich in der Aus- bildung zusammen gearbeitet. Gekrönt wird diese Entwicklung durch den Zusammenschluss der Buben- und der Mädchenorganisation am 16. Oktober 1976 zu den "Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs" kurz "PPÖ" genannt.

 

 

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